Episode 70: Die Zukunft der Intelligenz ... Warum wir dümmer klüger wären!

Shownotes

George Bernhard Shaw soll einmal gesagt haben

„Der Nachteil von Intelligenz ist, das man ständig gezwungen ist, dazuzulernen,“

Soviel dazu … doch, was wäre, wenn wir uns momentan bzgl. Wissen, Intelligenz, Klugheit oder der menschlichen Dummheit und natürlich in diesem Zusammenhang auch zur Künstlichen Intelligenz in die falsche Richtung entwickeln?

Denn … … wir haben mehr Wissen als je zuvor. Künstliche Intelligenz kann in Sekunden Texte schreiben, Bilder erzeugen, Zusammenhänge herstellen und Antworten liefern.

Wir optimieren uns, unsere Arbeit, unseren Alltag und vielleicht bald auch unser Denken.

Aber … was, wenn genau darin ein oder unser Problem liegt?

Also … … wenn wir nicht zu wenig wissen, sondern zu viel? … wenn wir zu klug sein wollen? … oder, wenn die Fähigkeit, etwas nicht zu wissen, ein entscheidender Teil menschlicher Intelligenz ist/wäre?

Der Philosoph Manuel Scheidegger geht in seinem Buch „**Die Zukunft der Intelligenz – Warum wir dümmer klüger wären“ **genau dieser provokanten Idee nach.

Er spricht von einer „Tyrannei der Klugheit“, von einer Gesellschaft, in der wir ständig den Eindruck vermitteln müssen, souverän, kompetent und fehlerfrei zu sein.

Und er plädiert für etwas, das zunächst ziemlich verrückt klingt: nämlich für eine Rehabilitation der Dummheit.

Denn vielleicht beginnt echtes Denken genau dort, wo wir aufhören, so zu tun, als hätten wir bereits die Antwort oder gar Antworten!

Was kann menschliche Dummheit, was künstliche Intelligenz niemals können wird? Oder, warum kann ein Fehler wertvoller sein als eine perfekte Lösung?

Und weiter … … könnte vielleicht ausgerechnet das Eingeständnis unserer eigenen Begrenztheit der Schlüssel für eine klügere Zukunft … nein für klügere Zukünfte sein?

Also haben wir doch den Mut, unsere eigene Dummheit zu feiern.

Denn die Zukunft der Intelligenz liegt nicht in der fehlerfreien Simulation von Souveränität, sondern in der Kraft, immer wieder vom Weg abzukommen und in der Lücke das Neue zu finden.

Seien wir also neugierig und bleiben wir selbstbewusst unsicher!

Doch genug meiner Worte … … ab ins Podcast-Gespräch mit Manuel Scheidegger …

Herzlichst Ihre Claudia Lutschewitz

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